Es ist eine recht eigensinnige Idee, die der Salzburger Ingenieur Josef Pallweber 1883 beim Kaiserlichen Patentamt einreicht. Die «Pallweber-Uhr» hat kein Zifferblatt in der bis dahin üblichen Ausführung. Minuten und Stunden sind von einer digitalen Anzeige abzulesen, in welche die Zahlen gewissermassen hineinspringen. Eine «springende Stunde»!
Die Pallweber-Uhren sind anfänglich Stücke für charmante Exzentriker. Doch bald werden sie als jump hour und heures sautantes international bekannt. Bei einem renommierten Hersteller geht das «Patent Pallweber» in die Massenproduktion. Um 1900 sind 20’000 Taschenuhren mit der Sprungziffertechnik verkauft.

Die Idee ist der damaligen Technik voraus: Um die schweren Zahlen zum Springen zu bringen, verbraucht die Zugfeder so viel Energie, dass sie damals nach einem Tag von Hand nachgezogen werden musste. Erst in den 1970er Jahren erinnert man sich an den Namen Josef Pallweber – an den Salzburger, der die Digitaluhr vorwegnahm. Heute endlich, perfektioniert durch die moderne Uhrmacherkunst, springt Pallwebers Stunde neu.